Kleines Champagner - Lexikon

Erfahren Sie Wissenswertes  über Champagner und lernen Sie Fachbegriffe in unserem kleinen Lexikon kennen.

Agraffe

Agraffe ist die Bezeichnung für den Draht, der den Korken sichert.

In früherer Zeit wurde statt des Drahtes ein Stück Schnur verwendet. In seltenen Fällen werden noch ganz besondere Champagner mit dieser alten Methode verschlossen. Der Draht hat sich aber weitgehend durchgesetzt und ist heute auf allen gängigen Flaschen zu finden.

Anbauregionen

Es gibt 5 Anbauregionen in denen Champagner angebaut wird:

  • Montagne de Reims: Diese Region ist, wie Ihre Grand Crus, vor allem für Pinot Noir bekannt

  • Valée de la Marne: Die Hauptrebsorte ist Pinot Meunier.

  • Côte des Blancs: Mehr als 95 % der Fläche sind mit Chardonnay bepflanzt.

  • Côte des Sézanne: Lehm, Schlamm und vereinzelt auch Kalk prägen die Böden der Cote des Sézanne. Auf 64 % der Fläche wächst Chardonnay, auf einem Fünftel Pinot Meunier.

  • Côte des Bar: Der Mergelboden eignet sich besonders für den Anbau von Pinot Noir.

Assemblage

Assemblage ist der Verschnitt ausgewählter Weine, womit man eine gleichbleibende Qualität gewährleistet.


Bouchage

Verkorkung der Flasche


Brut

Die Menge des Restzuckers bestimmt die Einstufung. Brut ist die häufigste Geschmacksrichtung, es gibt aber auch diese:


Ultra Brut, Brut Nature oder Brut integral, non dosé oder zero dosage: keine Dosage, 0 bis 3 g/L Restzucker

  • Extra Brut: Dosage mit 0 bis 6 g/L Restzucker
  • Brut: Dosage mit 0 bis 15 g/L Restzucker
  • Extra Sec oder Extra Dry: Dosage mit 12 bis 20 g/L Restzucker
  • Sec: Dosage mit 17 bis 35 g/L Restzucker
  • Demi Sec: Dosage mit 35 bis 50 g/L Restzucker
  • Doux: Dosage mit mehr als 50 g/L Restzucker (selten bei Champagnern)

Cave

Die Keller der Champagne sind nicht selten 30 Meter tief unter der Oberfläche. Bereits vor Jahrhunderten wurden viele Keller errichtet. In dieser Tiefe bieten konstante Lufttemperaturen um die 8-9 Grad Celsius und gleichbleibende Luftfeuchtigkeit die idealen Bedingungen zur Reifung des Champagners. 


Flagge der Region Champagne Ardenne
Flagge der Region Champagne Ardenne

Champagne

Die Champagne ist eine Region im nordöstlichen Frankreich im politischen Bezirk Champagne-Ardenne. Weinbau wird in dieser Region bereits seit der Römerzeit betrieben. Seit dem 17. Jahrhundert wird hier Champagner, wie wir ihn heute kennen, gekeltert. Nur Schaumwein aus dieser Region darf auch als Champagner bezeichnet werden.

 


 

Champagnerparagraph

Champagnerparagraph wurden die Artikel 274 und 275 im Friedensvertrag von Verseilles von 1919 genannt, die es deutschen Produkten untersagten, fremde Herkunftsbezeichnungen zu führen. Besonders betraf dies Champagner und Cognac aus deutscher Herstellung, die aus der Sicht Frankreichs irreführend nach französischen Gegenden benannt waren. Seither werden diese Produkte als Sekt und Weinbrand bezeichnet.

 

Clos

Das sind besonders alte Weingärten, die von Steinmauern umschlossen sind und als die besten der Champagne gelten. Davon gibt es nur eine sehr geringe Anzahl in der Champagne. Hier werden von den Champagnerhäusern mit sehr viel Aufwand und Pflege besonders hochwertige Weine, ob der beschränkten Anbaufläche, in sehr geringen Mengen gezogen, die dann auch die Bezeichnung "Clos" tragen. Sie gehören zu den begehrtesten und besten Champagnern. Derartige Weingärten sind in der Regel seit vielen Generationen in Familienbesitz, und nur ganz selten wechselt ein solcher den Besitzer.

 

Crémant

So wird Schaumwein vorwiegend aus Frankreich, aber auch aus Luxemburg und Belgien genannt. Die Bezeichnung ist gültig für moussierende Weine, die außerhalb der Champagne nach dem Verfahren der Flaschengährung (méthode champenoise) hergestellt werden und einen Überdruck von 6bar erreichen. Bekannte Vertreter sind Crémant d´Alsace, Crémant de Bourgogne oder Crémant de Loire.

Cuvée

Wird nur aus Weinen der ersten Pressung hergestellt.


Cuvée prestige

oder Cuvée spéciale bezeichnet ein Spitzenerzeugnis des jeweiligen Herstellers.


Dégorgement

Durch Schockgefrieren wird der Hefesatz im Flaschenhals gefroren, danach wird der Kronenkorken entfernt, und der Satz wird als kleiner

Eisblock durch den Druck in der Flasche aus dem Flaschenhals geschleudert.


Dosage

Als Dosage bezeichnet man die Zugabe von in Wein gelöstem Zucker. Diese wird vor der endgültigen Verkorkung hinzugefügt.


Flaschengrößen

Normalgröße

Liter

Bezeichnung


¼

0,2

Quart/Piccolo

½

0,375

Demi/Filette

1/1

0,75

Imperial

2

1,5

Magnum

4

3

Jeroboam (Doppelmagnum)

6

4,5

Rehoboam

8

6

Methusalem oder Impériale

12

9

Salmanazar

16

12

Balthazar

20

15

Nebukadnezar

24

18

Melchior bzw. Goliath

35

26,25

Souverain oder Sovereign

36

27

Primat

40

30

Melchisedech bzw. Midas

 

Foudre

So nennt man ein Holzfass mit einem Fassungsvermögen von mindestens 1.000 Litern.


Gyropalette

Das ist ein elektrisches Rüttelgestell, das den Hefesatz nach der zweiten Gärung in den Flaschenhals verlagert.


Korken

Der Korken einer Champagnerflasche hatte, wie bei allen Korken, ursprünglich eine längliche zylindrische Form. Die bekannte Pilzform mit konischem Fuß entstand erst später. Der Korken wird stark komprimiert in den Flaschenhals eingebracht. Die Rückstellkraft dieses Pilzes wird jedoch umso kleiner, je länger der Korken in der Flasche war.


Malolaktische Gärung

ist die natürliche Umwandlung der scharfen Apfelsäure in die mildere Milchsäure.


Moussieren

Das Perlenspiel im Champagner wird auch als das Moussieren bezeichnet. Je feiner die aufsteigenden Bläschen desto delikater prickelnd

ist er am Gaumen.


Perlage

Das feine Perlen der Kohlensäure im Champagner. Je feiner die Perlage, desto bekömmlicher und runder ist der Trinkgenuss.


Rebsorten

Für Champagner werden nahezu ausschließlich drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier sowie die

weiße Rebsorte Chardonnay. Zugelassen, aber seit der Reblauskrise fast verschwunden, sind die Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot

Gris Vrai, Pinot de Juillet (ein Frühburgunder) und Pinot Blanc, die sich noch in Celles-sur-Ource hält. Die Mischung der Sorten

bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners.


Remuage


Das Rütteln der Flaschen befördert die Hefe nach der Flaschengärung in den Flaschenhals. Dabei werden die Flaschen 28 Tage lang auf hölzernen Rüttelpulten um eine zehntel Drehung von Hand weitergedreht. Ein erfahrener Rüttler (remueur) schafft pro Tag bis zu 50.000 Flaschen. Handgerüttelt wird heute nur noch selten, zumeist übernehmen das Roboter (siehe auch "Gyropalette").


Réserve

Champagner, der mit älteren Jahrgängen derselben Lage vermischt worden ist, in der Regel eine Bezeichnung für eine gehobene Qualitätsstufe.


Rosé

Die Trauben der roten Grundweinsorten Pinot Noir und Pinot Meunier werden schnell abgepresst, damit möglichst wenig rote Farbstoffe in den Grundwein gelangen. Eine Maischegärung zur Gewinnung von Rosé-Champagnern ist somit  eher die Ausnahme. In der Regel wird in diesem Falle dem weißen Grundwein 10–20 % roter Wein zugesetzt.


Sekt

Sekt (von lat.: siccus = trocken) ist die vor allem in Österreich und Deutschland gängige Bezeichnung für Qualitätsschaumwein, ein alkoholisches Weinprodukt mit Kohlensäure, und mindestens zehn Volumenprozent Alkoholgehalt. Der Grundwein und die Dosage müssen aus demselben Anbaugebiet stammen.


Spumante

So heißt der italienische Schaumwein.